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Bericht vom Skikurs im Januar

22. 04. 2020

Skikurs IGS Moormerland 2020

 

Am Freitag, den 17. Januar 2020, begann die Reise nach Südtirol für 23 Schüler, Herrn Weber, Herrn Jetses und einer ehemaligen Schülerin, Melina Weber, die als Betreuerin mitgefahren ist.

Nach 15 Stunden Fahrt waren wir endlich angekommen und konnten in unserem Hotel direkt frühstücken. Danach machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Skiverleih, wo uns die Skischuhe, Skier, Skistöcke und Helme angepasst wurden. Weil man mit so viel Gepäck schlecht zum Hotel laufen konnte, fuhren wir mit dem Skibus zurück und brachten unsere ausgeliehenen Sachen in den Skikeller (Käsefußkeller) des Hotels. Danach durften wir unsere Zimmer beziehen und konnten uns den Rest des Tages ausruhen.

Am nächsten Tag hieß es für uns früh aufstehen, frühstücken und um 8 Uhr beim Skibus sein, damit wir die ersten auf der Piste sein konnten. Die Anfänger übten an einer geeigneten Stelle fleißig mit Herrn Jetses, wie man auf den Skiern richtig steht, fährt und natürlich bremst. Währenddessen erkundeten Herr Weber und Melina mit den erfahrenen Schülern (Profis) die Pisten, damit diese auch ohne Betreuung auf den Pisten fahren durften. Gegen 13 Uhr gab es dann Mittagessen, um sich zu stärken, bevor die Anfänger die erste Piste hinunterfahren durften. Naja, hinunterfallen trifft es eher. Herr Weber war jedoch optimistisch, sodass er und die Anfänger die erste Piste hinunterfahren wollten. Doch oben angekommen wirkte die Piste doch steiler als erwartet und Angst machte sich bei den Anfängern breit.

Dann ging es im Schneckentempo und mit sehr vielen Stürzen, Massenkarambolagen und rückwärtsfahrenden Anfängern voran. Melina fuhr am Anfang, die Anfänger hinterher und dann Herr Weber. Im Endeffekt dauerte es zwei Stunden bis wir unten angekommen waren.

PS: Eigentlich dauert diese Strecke höchstens fünf Minuten.

Gegen 16 Uhr ging es nach einem anstrengenden Tag zurück ins Hotel. Dort gab es dann am Abend noch die alltägliche Videoanalyse der Schüler, um Fehler zu analysieren oder auch Fortschritte festzustellen.

Am nächsten Tag das gleiche Prozedere wie am Morgen zuvor, doch dieses Mal stiegen die Anfänger zusammen mit Herrn Weber beim Klausiland aus. Dort durften die Anfänger zunächst die Piste hochlaufen, weil der Sessellift noch nicht funktionierte. Nochmal danke dafür Herr Weber. Währenddessen fuhren Herr Jetses, Melina und die Profis ganz entspannt mit dem Sessellift den Klausberg hinauf. Doch im Klausiland gab es gute Fortschritte und die Anfänger konnten allein ohne Herrn Weber fahren.

Nach dem Mittagessen fuhren dann Herr Weber, Melina, die Profis und ein paar Anfänger die erste richtige Piste hinunter. Dort konnten die Anfänger endlich die schöne Aussicht genießen.

Am Dienstag fuhren die Anfänger immer selbstsicherer die Pisten hinunter und konnten sich auf ihren Fahrstil konzentrieren. Doch das Highlight des Tages war Patrick Krull, er hatte nur noch einen grünen Borat-Badeanzug an und fuhr so den letzten Teil der Piste hinunter. Dabei mussten alle lachen und sogar fremde Skifahrer waren sehr von Patricks Astralkörper fasziniert. Am gleichen Abend wollten einige Schüler mit den Lehrern Rodeln gehen. So schön die Sache auch klingen mag, stellte sich heraus, dass es eigentlich kein Rodeln war, sondern ein Rodeo. Schlussendlich kamen alle gesund unten an und tranken eine heiße Schokolade.

Am Mittwoch wurden die Schüler getrennt, weil man ab diesem Tag den Speikboden, ein anderes Skigebiet, dazubuchen konnte. Der Mittwoch verlief normal, die Profis und Anfänger fuhren Piste nach Piste hinunter und übten für die bevorstehende Prüfung. Dabei nahmen sie sich gegenseitig mit ihren Handys auf, um die eigenen Fehler zu erkennen und sich zu verbessern.

Dann kam der Donnerstag, der Tag der Wahrheit. Vormittags hatten alle nochmal Zeit sich einzufahren und zu üben, doch von Minute zu Minute stieg die Nervosität. Denn am Nachmittag kam es zur Prüfung, bei der jeder Schüler drei Versuche hatte. Die Prüfung bestand daraus immer enger werdende Kurven zu fahren und seine Fahrkunst mit einem Hockeystop (präzises Bremsen) zu krönen.

Am Freitag war es soweit. Wir waren am Ende unserer Reise angekommen. Ein letztes Mal ging es für die Schüler auf die Piste. Ein letztes Mal konnten alle zeigen, was sie bis dahin gelernt hatten und es sah ziemlich gut aus. Die Anfänger auf dem Klausberg, sowie die Anfänger auf dem Speikboden fuhren zum Abschluss noch einige rote Pisten und die Profis trauten sich noch ein letztes Mal an eine schwarze Piste heran. Nachdem wir von den Pisten schweren Herzens Abschied genommen haben, brachten wir unsere Sachen zum Skiverleih und fuhren danach wieder ins Hotel. Wir aßen zusammen und machten uns dann ein wenig schick, denn es gab etwas zu feiern. Steffen hatte am Samstag Geburtstag. Damit er diesen nicht ausschließlich im Bus verbringen musste, spielten wir gemeinsam Karten und fuhren dann in den nächstgelegenen Pub. Als wir nach dem Pub Besuch wieder im Hotel ankamen scheiterte Jos kläglich daran, Herrn Weber und Herrn Jetses davon zu überzeugen, dass es spät genug war und wir uns doch lieber für die lange Busfahrt ausruhen sollten, denn Herr Weber erinnerte sich an eine sehr bedeutsame und ernstzunehmende Tradition… Verstecken im Dunkeln. Kaum hatte er davon erzählt, war er auch schon unter dem nächsten Tisch verschwunden. Wir ließen uns diesen Spaß nicht entgehen und spielten noch einige Runden mit. Nach einigen Runden fiel Herrn Jetses eine weitere Tradition ein, der Burger. Also schlichen wir uns an und legten uns, einer nach dem anderen, auf den nichts ahnenden, schlafenden Lennard. Und so endete auch der letzte Tag unserer gemeinsamen Skifahrt.

 

Bericht: Jana Jürgens (Schülerin Jg.12)

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Bericht vom Skikurs im Januar

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Skikurs 2020 (22. 04. 2020)